Endlich – heute geht’s in die Luft

Endlich – nach langem Hin und Her konnten wir heute im wahrsten Sinn des Wortes „in die Luft gehen“. Unsere Premiere in Sachen Heißluftballon sollte in Oxenbronn bei Ichenhausen ihren Lauf nehmen.

Aber fangen wir von vorne an

Von Oktober 2018 bis September 2019 waren Karin und ich als eines von 25 Blogbotschafter-Pärchen für Bayerisch-Schwaben unterwegs. Unter dem Motto „Zeit zu zweit“ haben wir sehr viele wunderschöne Fleckchen Schwabens, interessante Orte oder tolle Events besucht, mit Fotos dokumentiert und in einem Beitrag im Bayrisch-Schwaben Blog zum Besten gegeben. So entstanden mehr als zwanzig der insgesamt etwa 340 Blogbeiträge durch uns.

Am Ende der Kampagne waren alle Botschafterpaare zur Abschlussveranstaltung an der Radlertankstelle Offingen eingeladen, die in Verbindung mit der Eröffnung des DonAuWald-Wanderweges stattfand. Das Highlight war dann die Verlosung einer Ballonfahrt für Zwei mit AIRlebnis. Pro veröffentlichtem Beitrag kam eine Glückskugel in den Topf. Letztendlich wurde die „4“ zu unserer Glückszahl.

Nun kamen die ersten Hürden

Die Terminfindung zur Einlösung unseres Preises gestaltete sich am Ende nicht so einfach, da wir nur am Wochenende ausreichend Zeit haben. So musste ein Termin Ende November wetterbedingt ausfallen, dann kam die Winterzeit, dann Corona. Anfang Juli dann der erlösende Anruf von Frau Kuhn: „Wir dürfen wieder in die Luft“. Also, gleich einen Termin am darauffolgenden Sonntagabend fixiert. Pustekuchen … schon Vormittags kam die Nachricht „heute keine Ballonfahrt, zuviel Wind“. Aber am darauffolgenden Sonntag sollte es dann endlich klappen. Unser Sohn Mario wollte sich dieses Erlebnis freilich nicht entgehen lassen, so buchten wir gleich noch ein drittes Ticket dazu.

Heute geht’s in Oxenbronn in die Lüfte

Treffpunkt 5:45 Uhr in Oxenbronn war unsere Grundinfo. So machten wir uns um 5 Uhr auf die Socken, mussten ja etwa 30 Kilometer angereist werden und zu spät kommen war keine Option 🙂
Pünktlich wie die Maurer standen wir rechtzeitig im Hof von Familie Kuhn. Bis zur Abfahrt zum Startplatz ganz in der Nähe gesellten sich noch etwa 15 weitere Mitfahrer, Helfer und Piloten dazu. Nach wenigen Minuten Fahrzeit war der Startplatz schon erreicht. Dort wusste gleich jeder von den zwei Ballonteams, was zu tun war. Die Mitfahrer wurden natürlich so gut es geht mit eingebunden, wir wollten ja alle schnell nach oben. Kurz vor dem Start gabs von Pilot Thomas eine Einweisung, dann wurden die Körbe geentert. Jeweils 6 Personen und ein bzw. in unserem Korb zwei Pilot(en) waren ein Team. Nach einer guten halben Stunde stand der Ballon senkrecht und war mit viiiiel, genauer gesagt 4500m³, warmer Luft gefüllt.

D-OMTI, so die Kennung unseres MTI-Ballons, hob nach einigen Feuerstößen in die riesige Stoffhülle behutsam aber doch ganz zackig ab. Unser Begleiter, der auffallend gelbe „Warsteiner-Ballon“ folgte Sekunden später. Bemerkenswert routiniert steuerte unser Pilot Niklas mit seinen 14 Jahren schnell auf etwa 100 m Höhe. Freilich war Papa und Chef Walter ebenfalls an Bord und hätte jederzeit reagiert, wenn was nicht gepasst hätte. Dies war aber zu keinem Zeitpunkt nötig, allen Respekt dem jungen Nachwuchspiloten!

Der Heißluftballon liefert Genuss pur

Auf unterschiedlichen Höhen zwischen 600 und 1500 m ü.M. trug uns der sanfte Wind gemächlich vom Startplatz in Oxenbronn bei Ichenhausen in westliche Richtung. Über Autenried, Beuren und Pfaffenhofen sowie unzählige Felder, Wald und Wiesen gings dahin. Nach einigen Minuten in der Luft hatte auch Karin ihre Höhenangst im Griff und konnte die fantastische Aussicht in alle Richtungen genießen.

Während der etwa eineinhalbstündigen Ballonfahrt erzählte Chefpilot Walter nebenbei einige wissenswerte Geschichten aus dem Heißluftballonfahreralltag (ein schönes Wort 🙂 ) und half bei der Orientierung, denn von oben sieht die Welt da unten ganz anders aus. Über Funk stimmte sich Pilot Niklas permanent mit dem Warsteinerpiloten Tommy ab, damit sich die Luftfahrzeuge nicht in die Quere kommen.

Leider hat alles ein Ende … der Gasvorrat entscheidet, wann der Spaß vorbei ist

Beim Dreieck Hittistetten überquerten wir noch die A7, um dann auf einem geeigneten Platz am Ortsrand von Aufheim zu landen. Zwei- bis dreimal setzte der Korb auf dem Boden auf, dann war die Muskelkraft der Passagiere gefragt, die aussteigen und den Korb am Boden halten mussten. Wenig später „war die Luft raus“ und alle konnten den Passagierkorb verlassen. Nachdem unser Begleitfahrzeug auch schon vor Ort war wurde auch gleich mit dem Abbau begonnen. Routiniert behielt Walter den Überblick und gab allen Helfern entsprechende Kommandos, sodass nach 20 Minuten so gut wie alles im Anhänger verstaut war. Auch das Warsteiner-Team, sie landeten einige hundert Meter entfernt, fand sich nun ein, um die Ballonfahrertaufe zu empfangen. Chefin Sabine verwöhnte uns derweil mit frischen Butterbrezen und diversen kalten Getränken.

Walter und Tommy hielten für alle Neulinge die Taufurkunden bereit und überreichten diese dann feierlich. Walter erklärte uns noch einiges an geschichtlichen Hintergründen und die Entstehungsgeschichte, dann wurde gemeinsam das Ballonfahrer-Taufgelöbnis abgelegt und jeder bekam seinen adligen Taufnamen.

Aufsitzen und Abfahrt

Hunger und Durst waren gestillt, die Ballone sicher in den Anhängern verstaut und der Landeplatz sauber – „Aufsitzen und Abfahrt“ hieß es. Gegen 10 Uhr waren wir zurück am „Basislager“ von AIRlebnis in Oxenbronn, wo wir uns nochmal für den unfassbar schönen Vormittag bedankten und uns verabschiedeten … ich denke, nicht für immer 😉

Unser Fazit

Eine Ballonfahrt ist wirklich etwas ganz Besonderes. Die unendliche Ruhe in der Luft, die nur durch das Fauchen der Gasbrenner unterbrochen wird ist ebenso schön, wie der grenzenlose Rundumblick. So ist es beispielsweise nur im Heißluftballon möglich, Raubvögel von oben beim Fliegen zu beobachten. Die Voraussetzungen die man mitbringen muss sind denkbar simpel, es ist nicht mal kalt auf 1000 m Bodenhöhe.

Abschließend vielen herzlichen Dank an den Bayerisch-Schwaben Blog, AIRlebnis und die Familien- und Kinderregion Günzburg, insbesondere deren stellv. Geschäftsführerin Frau Derck, die es sich nicht nehmen ließ, uns sowohl beim Start als auch bei der Landung persönlich beide Daumen zu drücken und uns tolle Fotos aus der Sicht von unten bereitstellte.

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